Das richtige Bildformat zu wählen ist eine der einfachsten und wirkungsvollsten Entscheidungen in der Webentwicklung. Die falsche Wahl kann das Seitengewicht verdoppeln oder verdreifachen, Ihren Core-Web-Vitals-Score verlangsamen und Ihnen Suchrankings kosten. Hier ist eine praktische Analyse, wann JPG, PNG und WebP im Jahr 2026 zu verwenden sind.
JPG: Ideal für Fotografien
JPG verwendet verlustbehaftete Komprimierung, die für fotografische Inhalte optimiert ist – Bilder mit graduellen Tonstufen, komplexen Texturen und vielen Farben. Bei 80–85 % Qualität ist ein JPG vom Original visuell kaum unterscheidbar und dabei 5–10 Mal kleiner als eine unkomprimierte Quelle. JPG unterstützt keine Transparenz.
PNG: Ideal für Bilder mit Transparenz oder scharfen Kanten
PNG verwendet verlustfreie Komprimierung – keine Pixeldaten werden entfernt. Das ist ideal für Logos, Icons, Screenshots mit UI-Elementen, Illustrationen mit flachen Farben und jedes Bild, das einen transparenten Hintergrund benötigt. Die Schwäche von PNG ist die Dateigröße: Ein hochauflösendes Foto als PNG gespeichert ist oft 5–10 Mal größer als das äquivalente JPG.
WebP: Der moderne Ersatz für beide
WebP, 2010 von Google entwickelt und nun von allen modernen Browsern unterstützt (Chrome, Firefox, Safari 14+, Edge, Opera), unterstützt sowohl verlustbehaftete als auch verlustfreie Komprimierung sowie Transparenz. Bei gleicher visueller Qualität erzeugt WebP Dateien, die etwa 25–34 % kleiner als JPG und 26 % kleiner als PNG sind. Das macht WebP zum optimalen Format für nahezu alle Web-Bilder im Jahr 2026.
- Fotografie, ohne Transparenz → WebP (verlustbehaftet) oder JPG
- Logo, Icon oder Illustration mit Transparenz → WebP (verlustfrei) oder PNG
- Screenshot mit Text und UI-Elementen → WebP (verlustfrei) oder PNG
- Bild für E-Mail (breite Kompatibilität) → JPG
- Bild für Druck → PNG oder JPG hoher Qualität (90 %+)
- Jedes Web-Bild für moderne Browser → WebP bevorzugen