Der BMI (Body-Mass-Index) wird berechnet, indem das Gewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt wird: BMI = kg / m². Die Formel wurde vom belgischen Mathematiker Adolphe Quetelet in den 1830er Jahren entwickelt – nicht von einem Arzt und ursprünglich nicht als Gesundheitsindikator gedacht. Sie wurde in den 1970er Jahren von Gesundheitsorganisationen als einfaches, kostengünstiges Screening-Tool für Bevölkerungen weit verbreitet übernommen.
Die WHO-BMI-Kategorien
- Unter 18,5 — Untergewicht: kann auf Nährstoffmangel hinweisen
- 18,5 bis 24,9 — Normalgewicht: assoziiert mit geringerem Risiko für gewichtsbedingte Gesundheitsprobleme
- 25,0 bis 29,9 — Übergewicht: erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes
- 30,0 und darüber — Adipositas: wesentlich erhöhtes Risiko für viele chronische Erkrankungen
Die Grenzen des BMI
Die Hauptlimitation des BMI ist, dass er nicht zwischen Muskelmasse und Fett unterscheiden kann. Profisportler testen bei BMI häufig als „übergewichtig" oder „adipös", trotz sehr niedriger Körperfettanteile, weil Muskeln dichter sind als Fett. Der BMI berücksichtigt auch nicht die Fettverteilung – viszerales Fett (um den Bauch) stellt unabhängig vom Gesamtgewicht ein höheres kardiovaskuläres Risiko dar als subkutanes Fett.
Was mit Ihrem BMI-Ergebnis tun
Ein BMI-Ergebnis ist ein Ausgangspunkt, keine Diagnose. Verwenden Sie es als einen von mehreren Informationspunkten: Taillenumfang, Blutdruck, Cholesterin- und Blutzuckerwerte. Für eine personalisierte Gesundheitsbewertung konsultieren Sie einen qualifizierten Gesundheitsfachmann.